25 Mai 2016

Eine Medaille zum Start in die Weltcup-Saison

Liebe Leserinnen und Leser

Fast die ganze Weltelite war vom 20.-22. Mai 2016 am UCI Paracycling Weltcup in Ostende (Belgien) anwesend. Seit Wochen freute ich mich auf diese Rennen an der Ostsee. Ich konnte es kaum erwarten bis es endlich losging. Der flache Rundkurs mit den zahlreichen engen Kurven war technisch anspruchsvoll und der starke Wind äusserst kräftezerrend. Im Zeitfahren fuhr ich auf Rang drei, geschlagen geben musste ich mich lediglich von der Schweizerin Sandra Graf und der Koreanerin Doyeon Lee. Dieses Resultat entspricht zugleich der geforderten Limite für die Paralympics in Rio de Janeiro. Als bei der Siegerehrung die zwei Schweizer Fahnen aufgezogen wurden und die Hymne für meine Teamkollegin Sandra gespielt wurde, kamen mir die Tränen vor Glück. Mit meiner Leistung beim Strassenrennen war ich, trotz dem vierten Platz, nur teils zufrieden. Aufgrund eines im letzten Augenblick verhinderten Sturzes («fliegender» Absperrungs-Töggel geriet unter mein Handbike und blieb stecken) verlor ich den Anschluss und der Rückstand zu den Schnellsten wurde zu gross. Als «Switzerland 2» startete ich am letzten Renntag zusammen mit Sandra Graf und Benjamin Früh am Team Relay. Obwohl wir keine Ambitionen für die vorderen Plätze hatten, gingen wir das Rennen äusserst professionell und mit der letzten Konsequenz an. Resultat: Platz 9 und strahlende Gesichter! Die drei Rennen zeigten mir auf, wo ich zurzeit im Vergleich zu der absoluten Spitze stehe und wo ich in den kommenden Wochen noch hart arbeiten muss.

Besten Dank den Fotografen Peter Fankhauser und Christian Früh.

Sandra