21 Jul 2016

Paralympics Rio 2016 – Ich bin dabei!

Liebe Fans, Freunde und Supporter

Es ist offiziell: Ich bin an den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro dabei! Die Freude über diesen positiven Selektionsentscheid und vor allem die Vorfreude auf das bisher grösste und aufregendste Abenteuer in meiner Karriere als Handbike-Fahrerin sind riesig.

Mindestens so gross ist auch meine Motivation, mich den kommenden entscheidenden Wochen optimal auf die Rennen in Rio vorzubereiten. Am 5. September hebt mein Flieger nach Brasilien ab. Zwei Tage später bin ich dann auch schon an der Eröffnungsfeier im legendären Maracanã-Stadion mit dabei – als eine von über 4000 Paralympics-Athleten aus 176 Nationen. Der Gedanke daran, wie ich mit der Schweizer Delegation ins Olympiastadion einlaufe und dann der Aufruf „Switzerland“ ertönt, beschert mir jetzt schon Gänsehaut.

Eine Woche bleibt mir zur Akklimatisation, bevor es schliesslich ans Eingemachte geht und ich für die Schweiz in der Kategorie H4 Women starte. Das Zeitfahren (2 Runden à 10 km) findet am Mittwoch, 14. September, statt, das Strassenrennen (3 Runden à 15 km) tags darauf. Die Cycling-Wettkämpfe – an denen es insgesamt 33 Medaillen zu holen gibt – werden in Pontal ausgetragen, einem Stadtteil im Westen Rios. Pontal liegt etwa 20 Kilometer entfernt vom Olympischen Dorf, wo die Schweizer Delegation logiert, direkt an der Küste.

Trotz der atemberaubenden Kulisse bin ich aber zuversichtlich, dass mir der Schnauf so schnell nicht ausgeht. Da sind zum einen die starken Resultate vergangener Rennen, die mir bestätigen, dass ich mich vor der Weltelite nicht zu verstecken brauche. Zum anderen habe ich ein grossartiges Team, liebe Freunde und treue Sponsoren im Rücken, die Ansporn genug sind, an den Paralympics über mich selbst hinauszuwachsen, wenn ich mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust über Rios Strassen „fliege“.

Ich bin überzeugt davon, dass ich in Brasilien meine bisher stärksten Wettkämpfe fahren werde. Dass ich eine Medaille im Gepäck habe, wenn ich am 20. September wieder in Zürich lande, kann ich zwar nicht versprechen. Das Ziel sowohl im Zeitfahren wie auch im Strassenrennen ist ein Diplomrang. Sicher ist aber schon jetzt, dass ich in den nächsten Wochen alles dafür geben werde, euch stolz zu machen.

Eure Sandra