01 Jun 2019

5 Wochen – 11 Wettkämpfe – 6x Podest – 8 Hotels und über 6000 km Autofahrt

Liebe Leserinnen und Leser

Eine intensive und spannende Rennzeit ist zu Ende gegangen. Ich durfte innerhalb von fünf Wochen eine der spannendsten und herausforderndsten Zeit meiner Radsportkarriere erleben. In dieser kurzen Zeit bestritt ich in drei verschiedenen Ländern rund elf Rennen.

Diese intensive Zeit begann am Ostersamstag im französischen Rosenau, unweit der schweizerischen Grenze im Elsass statt. Eine Woche später gings weiter nach Italien. Das erste WM-Qualifikationsrennen in Verolanuova stand auf dem Programm. Im Zeitfahren wie auch im Strassenrennen kam ich noch nicht so recht Touren und beendete die zwei Rennen auf dem dritten und vierten Platz. Da es noch Einiges zu optimieren galt, entschloss ich mich, das rennfreie Wochenende zu "opfern" und ins italienische Parabiago zu reisen. Hier lief es mir schon bedeutend besser. Mit den beiden dritten Plätzen durfte ich zufrieden sein.

Da eine Woche später bereits das erste Weltcuprennen in Corridonia auf dem Programm stand und Parabiago fast auf dem Durchgangsweg lag, blieben wir in Italien und genossen noch ein paar ruhige Tage. Ich wusste zwar von Anfang an, dass die Strecke am Weltcup nicht zu meinen Wunschstrecken gehören wird, dass es aber so kupiert ist und die Abfahrten schon als gefährlich eingestuft werden müssen, mit dem habe ich nicht gerechnet. Aber ich war zum Glück nicht die Einzige im Fahrerfeld, die überrascht war. Am Ende belegte ich einen fünften und sechsten Platz.

Nun ging es Schlag auf Schlag weiter. Fast auf der anderen Seite des europäischen Festlandes, gute 1'500 Strassenkilometer entfernt, liegt das belgische Ostende. Das hiess, zwischen dem Strassenrennen vom Samstag in Corridonia bis zum Zeitfahren am Donnerstag in Ostende, lagen vier Tage. Der kurze Stopp zuhause wurde deshalb zum Waschen genutzt. V-ZUG sei Dank, konnte innerhalb eines Tages sämtliche Kleider gewaschen werden. Zusätzlich ging es darum die Koffern neu zu packen und das Auto wieder zu beladen, da es am Dienstagmorgen bereits wieder weiter ging.

In Ostende durfte ich mit meinen beiden vierten Plätzen zufrieden sein. Vor allem der kleine Zeitabstand im Strassenrennen auf die drei vor mir Platzierten, zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Durch die zwei Rangierungen habe ich auch die WM-Limiten erreicht. Da ich so richtig im "Flow" war, entschied ich mich, die zwei Rennen am vorletzten Wochenende im französischen Bourg-en-Bresse ebenfalls zu bestreiten. Dies ist in der Nähe von Lyon. Ich schloss dort meine intensive Rennphase, fünf Wochen nach dem Start in Rosenau, mit zwei Siegen erfolgreich ab.

 Eure Sandra